Schlafstörungen: Ursachen, Formen und Behandlung

Jeder schläft gelegentlich schlecht. Das ist normal und kein Grund zur Sorge. Von einer Schlafstörung spricht man, wenn Schlafprobleme häufig auftreten, länger andauern und den Alltag beeinträchtigen. Dieser Artikel gibt einen Überblick über Formen, Ursachen und Wege zur Besserung.

Formen von Schlafstörungen

Wann es behandlungsbedürftig ist

Als Faustregel: Wenn Sie über mindestens einen Monat mindestens dreimal pro Woche schlecht schlafen und tagsüber darunter leiden, sollten Sie das abklären lassen. Eher früher, wenn Sie sich stark belastet fühlen oder Warnzeichen wie Atemaussetzer, Sekundenschlaf oder Niedergeschlagenheit bemerken.

Mögliche Ursachen

Oft wirken mehrere Faktoren zusammen, und das Problem verfestigt sich durch die Angst vor schlechten Nächten.

Was bei der Abklärung passiert

Die Hausarztpraxis fragt nach Schlafgewohnheiten, Beschwerden, Medikamenten und Vorerkrankungen. Häufig wird ein Schlaftagebuch geführt, in dem Sie zwei Wochen lang Einschlaf- und Aufwachzeiten und Ihr Befinden notieren. Bei Verdacht auf bestimmte Störungen folgen weitere Untersuchungen, zum Beispiel in einem Schlaflabor.

Behandlung

Kognitive Verhaltenstherapie bei Insomnie (KVT-I) gilt als Behandlung der ersten Wahl bei chronischer Schlaflosigkeit. Sie arbeitet mit:

Die Wirkung hält oft länger an als bei Medikamenten. Es gibt auch digitale Programme und Online-Kurse, teils auf Rezept (digitale Gesundheitsanwendungen). Fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Medikamente werden nur nach ärztlicher Abwägung und meist nur kurzzeitig eingesetzt, weil bestimmte Mittel abhängig machen und Nebenwirkungen haben können. Mehr im Artikel „Schlafhilfen“.

Behandlung der Ursache: zum Beispiel einer Atemstörung, Schmerzen oder Depression.

Was Sie selbst tun können

Warnzeichen

Suchen Sie rasch Hilfe, wenn Sie:

Das interaktive Video-Coaching Schlafstörungen begleitet Sie mit Fragen und Übungen, wenn Sie schlecht ein- oder durchschlafen.