Jetlag: So kommen Sie nach einer Reise schneller wieder in den Rhythmus

Wer über mehrere Zeitzonen fliegt, kennt das: Mitten in der Nacht hellwach, mittags todmüde, dazu Konzentrationsprobleme und ein flaues Gefühl. Das ist Jetlag. Er ist unangenehm, aber vorübergehend, und man kann ihn lindern.

Was passiert

Der Körper hat eine innere Uhr, die Schlaf, Wachheit, Hormone und Temperatur steuert. Sie folgt dem Tag-Nacht-Wechsel. Bei einem Flug über viele Zeitzonen passen innere Uhr und Ortszeit nicht mehr zusammen. Die innere Uhr braucht etwa einen Tag pro Zeitzone, um sich anzupassen, bei Reisen nach Osten oft länger.

Typische Beschwerden: Schlafprobleme, Tagesmüdigkeit, Konzentrationsschwäche, Reizbarkeit, Appetitlosigkeit, Magen-Darm-Beschwerden.

Osten oder Westen?

Vor der Reise

Im Flug

Am Zielort

Melatonin

Melatonin wird gelegentlich bei Jetlag eingesetzt. Es kann helfen, den Rhythmus zu verschieben, wenn es zur richtigen Zeit eingenommen wird. Nicht jede Person verträgt es gleich. Besprechen Sie die Einnahme mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder in der Apotheke, besonders bei Medikamenten, Schwangerschaft oder Erkrankungen.

Nach der Rückreise

Auch die Rückreise stört den Rhythmus. Planen Sie nach Möglichkeit einen freien Tag ein, nutzen Sie Tageslicht und gehen Sie in den ersten Tagen früh genug ins Bett.

Beruflich reisen

Wer oft zwischen Zeitzonen fliegt, profitiert von festen Routinen: Licht, Schlaf, Bewegung, ausreichend Pausen. Bei sehr kurzen Aufenthalten kann es helfen, den Rhythmus der Heimat weitgehend beizubehalten.

Wann Sie ärztlichen Rat holen sollten

Suchen Sie eine Hausarztpraxis auf, wenn Schlafprobleme länger als drei bis vier Wochen anhalten, Sie tagsüber stark müde sind, beim Schlafen Atemaussetzer oder lautes Schnarchen bemerken, unruhige Beine haben oder sich niedergeschlagen fühlen. Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung.

Das interaktive Video-Coaching Jet-Lag zeigt, wie Sie sich vor, während und nach der Reise gut auf die neue Zeit einstellen.