Schlafen bei Hitze: Wie Sie auch in warmen Nächten gut schlafen
An heißen Tagen speichern Wohnungen Wärme, und die Nächte bleiben warm. Schlafen wird schwer: Man schwitzt, wacht auf, dreht sich hin und her. Mit ein paar Kniffen lässt sich das Schlafzimmer deutlich angenehmer machen.
Warum Wärme den Schlaf stört
Zum Einschlafen sinkt die Körpertemperatur ein wenig. Ist es im Raum sehr warm, fällt das schwer, und der Schlaf wird leichter und unruhiger. Die ideale Schlaftemperatur liegt für viele bei etwa 16 bis 18 Grad, individuell kann sie etwas höher liegen.
Tagsüber vorbereiten
- Sonne aussperren: Rollläden, Jalousien oder Vorhänge tagsüber schließen, besonders an Sonnenseiten. Fenster geschlossen halten, solange es draußen heißer ist als drinnen.
- Wärmequellen reduzieren: Elektrogeräte ausschalten, nicht auf dem Herd kochen, Licht sparsam nutzen.
- Gezielt lüften: Früh am Morgen und spät am Abend oder nachts, wenn es draußen kühler ist. Querlüften mit mehreren offenen Fenstern bringt am meisten.
- Viel trinken, über den Tag verteilt, am besten Wasser und ungesüßte Getränke.
- Leicht essen: Viel Obst und Gemüse, wenig Fettes und Schweres.
Am Abend
- Kühl duschen: Lauwarm bis kühl, nicht eiskalt. Das senkt die Körpertemperatur sanft.
- Alkohol meiden, er erweitert die Gefäße, lässt schwitzen und stört den Schlaf.
- Nicht zu spät essen.
- Körper kühlen: Handgelenke oder Nacken mit kaltem Wasser kühlen.
- Ruhig bleiben: Kein intensiver Sport am späten Abend.
Im Schlafzimmer
- Leichte Bettwäsche aus Baumwolle oder Leinen, bei Bedarf nur ein Laken.
- Dünne, atmungsaktive Schlafkleidung oder ohne Kleidung.
- Ventilator: Er bewegt die Luft und kühlt die Haut. Richten Sie ihn nicht direkt auf den Körper, um Verspannungen zu vermeiden.
- Feuchtes Tuch vor dem Ventilator oder eine Schale mit Eiswasser davor kann zusätzlich kühlen.
- Kühles Kissen oder Wärmflasche mit kaltem Wasser helfen manchen.
- Auf dem Boden schlafen, wenn die oberen Stockwerke sehr heiß sind. Dort ist es oft kühler.
- Fenster geöffnet lassen, wenn es draußen kühler ist und Lärm oder Sicherheit es erlauben.
Wenn Sie nicht schlafen können
- Stehen Sie kurz auf, trinken Sie etwas, kühlen Sie sich ab.
- Bleiben Sie gelassen: Eine unruhige Nacht schadet nicht. Je mehr Druck, desto schlechter der Schlaf.
- Planen Sie eventuell einen kurzen Mittagsschlaf von 20 Minuten.
- Gehen Sie früher ins Bett, wenn Sie am Abend schon müde sind.
Besonderheiten
- Kleine Kinder und Ältere reagieren empfindlich auf Hitze. Achten Sie auf ausreichend Flüssigkeit und leichte Kleidung. Bei Anzeichen wie Verwirrtheit, Fieber, Kopfschmerz oder starker Schwäche suchen Sie ärztliche Hilfe.
- Babys nicht zu warm anziehen und nicht zudecken, Raumtemperatur im Blick behalten.
- Menschen mit Vorerkrankungen oder Medikamenten sprechen mit der Hausarztpraxis über Besonderheiten bei Hitze.
Wann Sie ärztlichen Rat holen sollten
Suchen Sie eine Hausarztpraxis auf, wenn Schlafprobleme länger als drei bis vier Wochen anhalten, Sie tagsüber stark müde sind, beim Schlafen Atemaussetzer oder lautes Schnarchen bemerken, unruhige Beine haben oder sich niedergeschlagen fühlen. Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung.
Das interaktive Video-Coaching Schlafstörungen hilft Ihnen, auch bei äußeren Störungen wie Hitze gut zur Ruhe zu kommen.