Wenn Lehrer mobben: Erkennen und handeln

Die meisten Lehrerinnen und Lehrer tun ihr Bestes. Trotzdem gibt es Fälle, in denen eine Lehrkraft Kinder wiederholt abwertet, bloßstellt oder ungerecht behandelt. Für Kinder ist das besonders schwer, weil sie der Person nicht ausweichen können und in einem Abhängigkeitsverhältnis stehen.

Strenge oder Mobbing?

Strenge Regeln, klare Ansagen und Kritik an Leistungen gehören zum Unterricht. Problematisch wird es, wenn:

Auch hier hilft die Frage: Ist es ein einmaliger Vorfall oder ein Muster? Wie erlebt das Kind es?

Ihr Kind unterstützen

Dokumentieren

Notieren Sie Vorfälle sachlich: Datum, Situation, Worte, Zeugen, Folgen für das Kind. Sammeln Sie, wenn vorhanden, Hausaufgaben, Klassenarbeiten, Nachrichten oder Aussagen von Mitschülern. Das hilft, Muster zu erkennen und in Gesprächen konkret zu sein.

Schritt für Schritt vorgehen

  1. Gespräch mit der Lehrkraft. Vereinbaren Sie einen Termin, bleiben Sie sachlich, beschreiben Sie, was Ihr Kind erlebt, und fragen Sie nach der Sicht der Lehrkraft. Oft lässt sich ein Missverständnis klären.
  2. Wenn sich nichts ändert: Gespräch mit der Schulleitung, gern mit Elternvertreterinnen oder Elternvertretern.
  3. Unterstützung nutzen: Beratungslehrkraft, Schulsozialarbeit, Schulpsychologie.
  4. Schulaufsicht: Wenn die Schule nicht handelt, können Sie sich an die zuständige Schulaufsichtsbehörde wenden, in der Regel das Schulamt oder die Bezirksregierung.
  5. Dienstaufsichtsbeschwerde: als formaler Weg, wenn andere Schritte nicht helfen. Sie ist schriftlich und sachlich zu begründen.
  6. Rechtlicher Rat: Bei schwerwiegenden Vorfällen wie Gewalt, Demütigungen oder Bedrohungen kann eine Beratung durch eine Anwältin oder einen Anwalt für Schulrecht oder eine Verbraucher- oder Elternberatung sinnvoll sein.

Tipps für Gespräche

Das Kind schützen

Wo Sie Hilfe bekommen

Das interaktive Video-Coaching Mobbing in der Schule gibt Eltern Orientierung und konkrete Schritte, auch für schwierige Gespräche mit der Schule.