Mein Kind wird gemobbt: Was Eltern tun können

Zu erfahren, dass das eigene Kind gemobbt wird, trifft Eltern hart: Wut, Hilflosigkeit, Schuldgefühle. Der wichtigste Schritt ist zugleich der schwerste: ruhig bleiben und gemeinsam mit dem Kind überlegen, wie es weitergeht. Dieser Artikel zeigt, was in dieser Situation hilft.

1. Zuerst: zuhören und stärken

2. Vorfälle dokumentieren

Notieren Sie, was passiert ist:

Diese Dokumentation hilft in Gesprächen mit der Schule und, falls nötig, bei weiteren Schritten.

3. Mit der Schule sprechen

Wenn es um Lehrkräfte geht, lesen Sie den Artikel „Wenn Lehrer mobben“.

4. Nicht auf eigene Faust

Bei aller Wut: Sprechen Sie nicht allein die Täter oder deren Eltern an, besonders nicht im Streit. Das kann die Lage verschärfen. Besser sind vermittelte Gespräche, etwa mit der Schule, oder Beratung. Bei strafbaren Handlungen wie Körperverletzung, Bedrohung, Beleidigung oder Verbreitung peinlicher Bilder kann eine Anzeige bei der Polizei sinnvoll sein. Lassen Sie sich vorher beraten.

5. Das Kind im Alltag stärken

6. Wenn die Belastung groß ist

Mobbing kann seelisch stark belasten. Holen Sie sich Unterstützung:

Wenn Ihr Kind davon spricht, sich etwas anzutun, nehmen Sie das ernst und holen Sie sofort Hilfe: Notruf 112 oder die Kinder- und Jugendpsychiatrie. Die Telefonseelsorge (0800 111 0 111) ist rund um die Uhr erreichbar.

7. Schulwechsel als letzter Weg

Wenn Schule und Maßnahmen nicht helfen und das Kind weiter leidet, kann ein Schulwechsel sinnvoll sein. Er sollte nicht als Strafe, sondern als Schutz verstanden und mit dem Kind besprochen werden. Prüfen Sie vorher, ob andere Wege ausgeschöpft sind, und informieren Sie sich bei der Schulaufsicht.

Was Sie auch für sich tun können

Als Eltern tragen Sie viel. Sprechen Sie mit Vertrauten, nutzen Sie Beratung und gönnen Sie sich Pausen. Kinder spüren, ob Eltern ruhig und handlungsfähig bleiben.

Das interaktive Video-Coaching Mobbing in der Schule begleitet Sie dabei mit Fragen, Übungen und konkreten Hinweisen.