Cybermobbing: Erkennen, handeln, vorbeugen

Cybermobbing, auch Internetmobbing genannt, findet über Smartphones, soziale Netzwerke, Messenger und Spiele statt. Es unterscheidet sich vom Mobbing auf dem Schulhof: Es hört nicht mit der Schule auf, kann anonym sein, und Inhalte verbreiten sich schnell und bleiben lange sichtbar.

Formen

Anzeichen

Zusätzlich zu den Zeichen von Mobbing, über die Sie im Artikel „Mobbing in der Schule erkennen“ lesen, können auf Cybermobbing hindeuten:

Wenn es passiert: Was Sie tun können

  1. Ruhig bleiben und zuhören. Sagen Sie Ihrem Kind, dass es nicht schuld ist.
  2. Nicht antworten, nicht zurückschlagen. Reaktionen heizen oft an.
  3. Beweise sichern: Screenshots von Nachrichten, Kommentaren und Profilen, mit Datum, Uhrzeit und Absender. Speichern Sie Links. Löschen Sie nichts, bevor Sie gesichert haben.
  4. Melden und blockieren: Melden Sie Inhalte bei der Plattform (die meisten haben ein Meldeverfahren), blockieren Sie die Absender und prüfen Sie die Privatsphäre-Einstellungen des Kindes.
  5. Mit der Schule sprechen, auch wenn es außerhalb der Schule passiert. Meist sind Mitschüler beteiligt. Mehr im Artikel „Mein Kind wird gemobbt“.
  6. Beratung nutzen: Es gibt spezielle Beratung für Cybermobbing, zum Beispiel JUUUPORT (Beratung von Jugendlichen für Jugendliche) und die „Nummer gegen Kummer“.
  7. Rechtliche Schritte prüfen: Beleidigung, Bedrohung, Nötigung und die Verbreitung von Bildern ohne Einwilligung können strafbar sein. Ab 14 Jahren sind Jugendliche strafmündig. Sie können Anzeige bei der Polizei erstatten und sich beraten lassen.

Was Sie nicht tun sollten

Vorbeugen

Wenn Ihr Kind selbst mitgemacht hat

Auch Kinder, die mobben, brauchen Hilfe. Sprechen Sie ruhig, aber klar: Was ist passiert? Warum? Wie fühlt sich die andere Person? Lassen Sie das Kind sich entschuldigen und die Inhalte entfernen. Mehr im Artikel „Mein Kind mobbt andere“.

Wo Sie Hilfe bekommen

Das interaktive Video-Coaching Mobbing in der Schule gibt Eltern Orientierung und konkrete Schritte, auch zu digitalen Formen von Mobbing.