Arbeitslos: Was jetzt zu tun ist und wie die Suche gelingt

Arbeitslos zu werden ist ein Einschnitt: Es geht um Einkommen, Alltag und oft auch um das Selbstwertgefühl. Das ist belastend, aber Sie sind nicht allein, und es gibt Hilfen. Dieser Artikel gibt einen Überblick über erste Schritte in Deutschland. Er ersetzt keine individuelle Beratung. Regelungen können sich ändern, fragen Sie im Zweifel bei der Agentur für Arbeit nach.

Die ersten Schritte

  1. Arbeitssuchend melden. Wenn Sie wissen, dass Ihr Arbeitsverhältnis endet, melden Sie sich spätestens drei Monate vorher bei der Agentur für Arbeit, online oder telefonisch. Wenn die Kündigungsfrist kürzer ist, müssen Sie sich innerhalb von drei Tagen nach Kenntnis melden. Wer sich zu spät meldet, riskiert eine Sperrzeit.
  2. Arbeitslos melden. Spätestens am ersten Tag ohne Arbeit, persönlich oder online.
  3. Unterlagen bereithalten: Kündigung oder Vertrag, Arbeitsbescheinigung, Personalausweis, Bankverbindung, Lebenslauf.
  4. Beratungstermin nutzen: Dort sprechen Sie über Ziele, Vermittlung und Fördermöglichkeiten.
  5. Kontakt zu Familie und Freunden halten und sagen, wie es Ihnen geht.

Arbeitslosengeld

Wer in den vergangenen Jahren ausreichend versicherungspflichtig gearbeitet hat (in der Regel mindestens zwölf Monate innerhalb von 30 Monaten), kann Arbeitslosengeld erhalten. Es beträgt grundsätzlich 60 Prozent des pauschalierten Nettoentgelts, mit Kind 67 Prozent. Die Dauer hängt von Alter und Versicherungszeit ab. Wer keinen Anspruch hat oder nicht ausreichend abgesichert ist, kann Bürgergeld beim Jobcenter beantragen. Genaue Voraussetzungen und Beträge erfahren Sie bei der Agentur für Arbeit oder im Jobcenter.

Sperrzeit: Wer selbst kündigt, einen Aufhebungsvertrag ohne wichtigen Grund unterschreibt oder sich nicht rechtzeitig meldet, muss unter Umständen mit einer Sperrzeit rechnen (bis zu zwölf Wochen ohne Leistung). Lassen Sie sich vor einer Unterschrift beraten.

Die Zeit nutzen

Mit der Belastung umgehen

Arbeitslosigkeit kann Scham, Sorgen und Niedergeschlagenheit auslösen. Hilfreich ist:

Wenn Sie sich über Wochen hoffnungslos fühlen, kaum schlafen oder essen oder an Selbstmord denken, holen Sie sich Hilfe: bei Ihrer Hausarztpraxis, einer Beratungsstelle oder der Telefonseelsorge (0800 111 0 111, kostenlos, rund um die Uhr). Bei akuter Gefahr wählen Sie 112.

Bei langer Suche

Finanzielle Sorgen

Wo Sie Hilfe bekommen

Das interaktive Video-Coaching Motivierte Jobsuche hilft Ihnen, die Suche von Beginn an gut zu strukturieren und dranzubleiben.