Motivation beim Abnehmen: Wie Sie dranbleiben, wenn es schwerfällt
Der Anfang fällt oft leicht: Der gute Vorsatz trägt. Nach einigen Wochen lässt die Begeisterung nach, der Alltag meldet sich. Wer dann dranbleibt, kommt ans Ziel. Hier sind Wege, motiviert zu bleiben.
Klarheit über das Warum
Fragen Sie sich: Warum möchte ich abnehmen? Gesundheit, Beweglichkeit, ein bestimmtes Ereignis, mehr Energie? Schreiben Sie es auf und lesen Sie es, wenn die Motivation sinkt. Gründe, die von Ihnen kommen, tragen länger als Druck von außen.
Ziele, die helfen
- Verhaltensziele: „Ich gehe dreimal pro Woche spazieren“ ist besser als nur „Ich nehme zehn Kilo ab“, weil Sie es direkt beeinflussen.
- Kleine Etappen: Fünf Kilo, nicht dreißig.
- Messbar und realistisch, mit einem Zeitplan.
- Mehr als die Waage: Kleidung, Ausdauer, Schlaf, Stimmung zeigen Erfolge, wenn das Gewicht stockt.
Gewohnheiten statt Willenskraft
Willenskraft ist begrenzt. Hilfreicher ist, den Alltag so zu gestalten, dass das Richtige leichter fällt:
- Gesunde Lebensmittel sichtbar, Süßes nicht im Haus.
- Feste Zeiten für Mahlzeiten und Bewegung.
- Auslöser erkennen: Wann essen Sie aus Langeweile oder Stress? Planen Sie Alternativen.
- Kleine Gewohnheiten verknüpfen: Nach dem Zähneputzen kurz dehnen, nach dem Mittagessen spazieren.
- Vorbereiten: Essen vorkochen, Sportkleidung bereitlegen.
Heißhunger meistern
- Trinken Sie ein Glas Wasser und warten Sie zehn Minuten.
- Gehen Sie kurz nach draußen oder machen Sie etwas anderes.
- Essen Sie regelmäßig, damit der Hunger nicht übermächtig wird.
- Erlauben Sie sich bewusst kleine Portionen, statt zu verbieten.
Mit Rückschlägen umgehen
Ein Abend mit Pizza, ein Wochenende ohne Sport: Das passiert. Entscheidend ist, was danach kommt.
- Kein „Alles-oder-nichts“: Eine schwache Mahlzeit macht den Tag nicht kaputt.
- Freundlich mit sich bleiben: Selbstkritik hilft selten, Selbstmitgefühl schon.
- Auslöser erkennen und anpassen.
- Wieder einsteigen, mit der nächsten Mahlzeit.
Unterstützung nutzen
- Freunde und Familie einweihen.
- Gemeinsam abnehmen, mit einer Partnerin, einem Partner oder in einer Gruppe.
- Beratung oder Coaching. Mehr im Artikel „Ernährungsberatung und Abnehmprogramme“.
- Austausch in Gruppen, online oder vor Ort.
Fortschritte festhalten
- Ein Tagebuch oder eine App für Mahlzeiten und Bewegung.
- Wöchentlich wiegen und Umfänge messen.
- Fotos und Erfolge notieren: „Ich war diese Woche viermal spazieren.“
- Belohnungen ohne Essen: ein Ausflug, ein Buch, eine Massage.
Wenn es sich festfährt
Wenn nichts vorangeht oder die Motivation dauerhaft fehlt, hilft ein Blick auf Schlaf, Stress, Ziele und Alltag. Manchmal ist eine Pause sinnvoll. Wer sich niedergeschlagen fühlt, sollte das ernst nehmen und ärztlichen Rat suchen.
Wann Sie ärztlichen Rat holen sollten
Sprechen Sie mit Ihrer Hausarztpraxis, bevor Sie stark abnehmen wollen, wenn Sie Vorerkrankungen haben (zum Beispiel Diabetes, Herz-Kreislauf- oder Schilddrüsenerkrankungen), Medikamente einnehmen, schwanger sind oder stillen. Auch bei sehr starkem Übergewicht, ungewolltem Gewichtsverlust oder wenn Essen Ihr Leben stark bestimmt, ist ärztliche Beratung sinnvoll. Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Anzeichen einer Essstörung, etwa Essanfällen, Erbrechen oder dem Zwang, Kalorien zu zählen, finden Sie Hilfe bei Ärztinnen, Ärzten und Beratungsstellen zu Essstörungen.
Das interaktive Video-Coaching Motivation beim Abnehmen hilft Ihnen, standhaft vor dem Kühlschrank zu bleiben und mit Lust zum Sport zu kommen.