Ernährungsberatung und Abnehmprogramme: Hilfe beim Abnehmen finden
Wer abnehmen möchte, stößt auf viele Angebote: Ernährungsberatung vor Ort oder online, Abnehmprogramme, Coaches, Gruppen. Eine gute Beratung kann viel bringen, ein schlechtes Angebot viel Geld kosten.
Was Beratung leisten kann
- Individuelle Analyse: Gewohnheiten, Vorlieben, Gesundheit, Alltag.
- Persönlicher Plan statt Standarddiät.
- Wissen und Orientierung bei Ernährungsfragen.
- Begleitung und Motivation, Rückmeldung bei Rückschlägen.
- Berücksichtigung von Erkrankungen, zum Beispiel Diabetes, Unverträglichkeiten.
Wer berät?
- Diätassistentinnen und Diätassistenten: Staatlich geregelte Ausbildung, oft im medizinischen Bereich tätig.
- Ökotrophologen und Ernährungswissenschaftler: Studium der Ernährung.
- Ernährungsmedizinische Beratung durch Ärztinnen und Ärzte.
- Ernährungsberater und -coaches: Die Bezeichnung ist nicht geschützt, die Qualität schwankt. Fragen Sie nach Ausbildung und Erfahrung.
Abnehmprogramme
Es gibt Gruppenprogramme, Online-Programme und kommerzielle Kurse. Gute Programme setzen auf Ernährung, Bewegung und Verhalten und verzichten auf Wunderversprechen. Manche sind von Krankenkassen anerkannt.
Kosten und Krankenkassen
Die Preise reichen von günstigen Online-Angeboten bis zu mehreren Hundert Euro. Die gesetzlichen Krankenkassen bezuschussen unter Umständen Ernährungsberatung und Präventionskurse, besonders bei ärztlicher Empfehlung. Voraussetzungen und Höhe unterscheiden sich, fragen Sie Ihre Krankenkasse vor Beginn. Bei medizinischer Notwendigkeit kann Ihre Ärztin oder Ihr Arzt eine Beratung verordnen.
Woran Sie seriöse Angebote erkennen
- Qualifikation wird genannt und ist überprüfbar.
- Persönliches Erstgespräch oder Probetermin.
- Keine Garantien („10 Kilo in 2 Wochen“).
- Klare Kosten, Laufzeit und Kündigung.
- Keine Pflicht zum Kauf teurer Produkte oder Nahrungsergänzungsmittel.
- Ausgewogene Empfehlungen statt Verboten.
- Respekt vor Ihrem Körper und Ihren Grenzen.
Warnzeichen
- Druck zum sofortigen Abschluss,
- Vorauszahlungen für lange Pakete,
- Versprechen ohne Aufwand,
- einseitige Kost oder strenge Kalorienvorgaben ohne ärztliche Begleitung,
- Abwertung des Körpers.
Alternativen
- Hausarztpraxis: erste Beratung und Verordnung.
- Kommunale Angebote und Volkshochschulen.
- Selbsthilfegruppen und Gewichtsgruppen.
- Online-Programme und Videos.
Wann Sie ärztlichen Rat holen sollten
Sprechen Sie mit Ihrer Hausarztpraxis, bevor Sie stark abnehmen wollen, wenn Sie Vorerkrankungen haben (zum Beispiel Diabetes, Herz-Kreislauf- oder Schilddrüsenerkrankungen), Medikamente einnehmen, schwanger sind oder stillen. Auch bei sehr starkem Übergewicht, ungewolltem Gewichtsverlust oder wenn Essen Ihr Leben stark bestimmt, ist ärztliche Beratung sinnvoll. Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Anzeichen einer Essstörung, etwa Essanfällen, Erbrechen oder dem Zwang, Kalorien zu zählen, finden Sie Hilfe bei Ärztinnen, Ärzten und Beratungsstellen zu Essstörungen.
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