Diäten im Vergleich: Was Crash-Diäten, Low Carb und Co. leisten

Es gibt Hunderte Diäten, von der Ananas-Diät über South Beach bis zu Shakes. Wie finden Sie heraus, was sinnvoll ist? Der Überblick hilft bei der Einordnung.

Woran Sie eine Diät prüfen können

Crash- und Blitzdiäten

Dazu zählen Ananas-, Kohlsuppen- oder Saftkuren. Sie bieten wenige Kalorien in kurzer Zeit. Das Gewicht sinkt schnell, aber vor allem durch Wasser, und danach folgt oft der Jo-Jo-Effekt. Einseitige Kost kann Nährstoffmangel verursachen. Für Gesunde sind einzelne Tage unproblematisch, als Methode taugen sie nicht.

Low Carb

Wenig Kohlenhydrate, mehr Eiweiß und Fett. Viele nehmen so ab, weil sie weniger essen und länger satt bleiben. Die Methode kann funktionieren. Beachten Sie die Qualität der Fette und Proteine und holen Sie bei Vorerkrankungen ärztlichen Rat.

Low Fat

Wenig Fett, mehr Kohlenhydrate. Auch das funktioniert, wenn weniger Energie aufgenommen wird, und ist für manche leichter einzuhalten.

Mediterrane Kost

Viel Gemüse, Obst, Vollkorn, Hülsenfrüchte, Olivenöl, Fisch, wenig Fleisch. Sie gilt als gesund und alltagstauglich, ist keine strenge Diät und eignet sich gut zum dauerhaften Abnehmen.

Intervallfasten

Essen wird auf bestimmte Zeitfenster begrenzt, zum Beispiel acht Stunden pro Tag. Es kann helfen, weil es Struktur gibt und oft weniger gegessen wird. Es ist nicht für jeden geeignet: Wer Diabetes hat, Medikamente einnimmt, schwanger ist oder zu Essstörungen neigt, spricht vorher mit der Ärztin oder dem Arzt.

Formula-Diäten und Shakes

Mahlzeitenersatz kann kurzzeitig Struktur geben, ersetzt aber nicht die Umstellung auf eine normale Ernährung. Danach droht der Rückfall, wenn sich nichts verändert.

Appetitzügler, „Fatburner“ und Pillen

Viele Produkte sind nutzlos, einige gefährlich. Nehmen Sie keine Mittel ohne ärztlichen Rat, besonders nicht aus unseriösen Quellen im Internet.

So finden Sie die passende Methode

  1. Prüfen Sie, was Sie gern essen und im Alltag umsetzen können.
  2. Wählen Sie ein Modell, das Sie sich auf Dauer vorstellen können.
  3. Starten Sie mit einem moderaten Defizit.
  4. Beobachten Sie nach vier Wochen, wie es Ihnen geht.
  5. Holen Sie bei Zweifeln Rat: Ernährungsberatung oder Hausarztpraxis.

Wann Sie ärztlichen Rat holen sollten

Sprechen Sie mit Ihrer Hausarztpraxis, bevor Sie stark abnehmen wollen, wenn Sie Vorerkrankungen haben (zum Beispiel Diabetes, Herz-Kreislauf- oder Schilddrüsenerkrankungen), Medikamente einnehmen, schwanger sind oder stillen. Auch bei sehr starkem Übergewicht, ungewolltem Gewichtsverlust oder wenn Essen Ihr Leben stark bestimmt, ist ärztliche Beratung sinnvoll. Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Anzeichen einer Essstörung, etwa Essanfällen, Erbrechen oder dem Zwang, Kalorien zu zählen, finden Sie Hilfe bei Ärztinnen, Ärzten und Beratungsstellen zu Essstörungen.

Das interaktive Video-Coaching Ernährung und Diät hilft Ihnen, die Methode zu finden, die zu Ihnen passt.