Bauchfett loswerden: Was hilft und was nicht
Für viele ist der Bauch die Problemzone: Hose zwickt, Jeans passt nicht. Die Frage „Wie werde ich das Bauchfett los?“ wird häufig gestellt. Die Antwort enttäuscht manche, ist aber hilfreich.
Warum Bauchfett so hartnäckig ist
- Fettverteilung ist genetisch und hormonell: Männer lagern Fett eher am Bauch ein, Frauen eher an Hüften und Oberschenkeln, vor allem nach den Wechseljahren auch am Bauch.
- Bauchfett hat zwei Arten: Das Fett unter der Haut und das viszerale Fett zwischen den Organen. Letzteres ist gesundheitlich bedeutsamer.
- Stress und Schlafmangel begünstigen Fett am Bauch.
- Alter und Hormone verändern die Verteilung.
Gezieltes Abnehmen? Nein
Bauchübungen wie Crunches stärken die Bauchmuskeln, bauen aber nicht gezielt das Fett darüber ab. Der Körper holt Fett aus dem ganzen Körper, die Reihenfolge ist individuell. Wer den Bauch verkleinern möchte, muss insgesamt Körperfett verlieren. Meist verschwindet der Bauch als eine der letzten Stellen.
Was wirklich hilft
- Moderates Energiedefizit: Weniger Kalorien als Verbrauch, über Monate. Mehr im Artikel „Richtig abnehmen“.
- Ernährung: Weniger Zucker, Alkohol und stark verarbeitete Produkte, mehr Gemüse, Ballaststoffe und Eiweiß.
- Ausdauer und Krafttraining, beides. Mehr im Artikel „Abnehmen mit Sport“.
- Alltagsbewegung erhöhen.
- Schlaf und Stress: Ausreichend Schlaf und Entspannung helfen, Heißhunger und Bauchfett zu reduzieren.
- Geduld: Veränderung braucht Wochen und Monate.
- Bauchmuskeltraining als Ergänzung, für Haltung und Rumpfstabilität, nicht als Fettkiller.
Was nicht hilft
- Spezielle „Bauchweg“-Produkte, Gürtel, Cremes oder Tees.
- Nur Crunches machen.
- Extreme Diäten.
- Sich selbst unter Druck setzen.
Gesundheitliche Bedeutung
Ein großer Bauchumfang kann auf ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes hinweisen. Als grobe Orientierung gilt ein Taillenumfang über etwa 88 Zentimeter bei Frauen und 102 Zentimeter bei Männern als erhöht. Lassen Sie das ärztlich einordnen.
Körperbild und Erwartungen
Viele Körperformen sind normal. Bilder in sozialen Medien sind oft bearbeitet. Konzentrieren Sie sich auf Gesundheit, Kraft und Wohlbefinden statt auf einen perfekten Bauch.
Wann Sie ärztlichen Rat holen sollten
Sprechen Sie mit Ihrer Hausarztpraxis, bevor Sie stark abnehmen wollen, wenn Sie Vorerkrankungen haben (zum Beispiel Diabetes, Herz-Kreislauf- oder Schilddrüsenerkrankungen), Medikamente einnehmen, schwanger sind oder stillen. Auch bei sehr starkem Übergewicht, ungewolltem Gewichtsverlust oder wenn Essen Ihr Leben stark bestimmt, ist ärztliche Beratung sinnvoll. Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Anzeichen einer Essstörung, etwa Essanfällen, Erbrechen oder dem Zwang, Kalorien zu zählen, finden Sie Hilfe bei Ärztinnen, Ärzten und Beratungsstellen zu Essstörungen.
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